Projekt

Algorithmen beeinflussen im Verborgenen unser tägliches Leben. Sie bestimmen, was wir in Social Media angezeigt bekommen, Unternehmen prüfen mit ihrer Hilfe Bewerber, Banken, ob jemand kreditwürdig ist oder nicht. Doch welche Folgen hat es, wenn Maschinen über Menschen urteilen?

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich im Projekt „Ethik der Algorithmen“ mit den gesellschaftlichen Folgen algorithmischer Entscheidungsfindung auseinander. Wir wollen zu einer Gestaltung algorithmischer Systeme beitragen, die zu mehr Teilhabe für alle führt. Nicht das technisch Mögliche, sondern das gesellschaftlich Sinnvolle muss Leitbild sein – damit maschinelle Entscheidungen den Menschen dienen. Denn das übergeordnete Ziel unserer Stiftungsarbeit ist es, den digitalen Wandel in den Dienst der Gesellschaft zu stellen.

Das Projekt arbeitet dazu auf drei Feldern:

  1. Gesellschaft sensibilisieren: Bewusstsein für Chancen, Risiken und vor allem die Relevanz algorithmischer Prozesse schaffen – als notwendige Grundlage für einen gesellschaftlichen Werte-Konsens und die Bereitschaft, entsprechende Lösungsansätze zu erproben und zu skalieren.
  2. Diskurs strukturieren: Impulse für sachlich-lösungsorientierten nationalen Diskurs setzen. Was ist zu tun und wie kann es gelingen? Handlungsorientierte Analysen machen den Wandel gestaltbar.
  3. Lösungen entwickeln: Erste aussichtsreiche Lösungsansätze an der Schnittstelle von Technik und Gesellschaft mit Partnern erproben und evaluieren.

Das Ziel Teilhabe verstehen wir dabei als die gleichberechtigte Einbeziehung von Individuen und Organisationen in politische Entscheidungs- und Willensbildung sowie die faire Partizipation aller an sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Entwicklung. Es geht also erstens um Teilhabe an demokratischen Prozessen – und damit um politische Gleichberechtigung – und zweitens um Teilhabe an Errungenschaften unseres sozialen Gemeinwesens.