Martin Ehrenhauser

Martin Ehrenhauser, geboren 1978 in Linz, studierte nach seiner abgeschlossenen Kochlehre Betriebswirtschaft und Politikwissenschaften in Österreich und England. Zwischen 2009 und 2014 war er Abgeordneter des Europaparlaments. Heute ist er Unternehmen und Autor. Sein aktuelles Sachbuch: „Die Geldroboter, wie Hochfrequenzmaschinen unser Erspartes einkassieren und Finanzmärkte destabilisieren“.


Die letzten Beiträge

Automatisierter Finanzhandel: überforderte Aufsichtsbehörden?

„Vor zehn Jahren mussten wir siebzig Orders je Händler an einem einzigen Tag analysieren“, so Laurent Combourieu, der Chefermittler der französischen Finanzmarktaufsichtsbehörde AMF. „Heute sendet ein einziger Hochfrequenzhändler eine Million Orders pro Tag an fünf verschiedene Handelsplätze. Es ist deshalb alles deutlich komplizierter“, so Combourieu. Die Automatisierung der Finanzmärkte (siehe Teil 1: „Automatisierter Finanzhandel: So […]

Automatisierter Finanzhandel: Zu komplex für die Politik?

In den frühen 1980er Jahren begannen die ersten Börsenhändler mit Computern zu experimentieren. Als ihre Methoden Erfolg hatten, schafften sich weitere Händler einen Rechner an. Zug um Zug wurde der Finanzhandel automatisiert. Algorithmen treffen nun großteils die Handelsentscheidungen, mit gravierenden Auswirkungen für die Gesellschaft (siehe Teil 1: „Automatischer Finanzhandel: So krempeln Algorithmen die Finanzmärkte um„). […]

Automatischer Finanzhandel: So krempeln Algorithmen die Finanzmärkte um

Menschliche Finanzhändler, die in blauen Jacken laut schreiend und wild gestikulierend auf den Börsenparketts miteinander um Preise feilschen, sind nur noch Bilder aus vergangenen Tagen. Sichtbare Zeugen des heutigen Finanzhandels sind moderne Rechenzentren, Laserrichtfunkanlagen auf Hochhausdächern oder hohe Mikrowellenfunktürme, die zwischen London und Frankfurt am Main von Handelsunternehmen angemietet werden, damit sie innerhalb von wenigen […]